Phosphatfällung, heute Vormittag im Lietzensee auf Höhe des Kuno-Fischer-Platzes ... See MoreSee Less

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Am Donnerstag (19.11.2020) wurde der Vorstand unseres Vereins bestätigt und für zwei weitere Jahre wiedergewählt.
Katja Baumeister-Frenzel und Carsten Knobloch freuen sich auf die kommenden Herausforderungen und den Beginn der Sanierungsarbeiten im kommenden Frühjahr.

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4 weeks ago

ParkHaus Lietzensee

Dieser Baum – direkt neben dem Parkwächterhaus – gehört zu den 20 ältesten Bäumen im ganzen Park. Nur noch drei sind älter, als diese über 25 Meter hohe Ahornblättrige Platane.

Seit 1857 hat sie beobachtet, wie Liebespaare durch den damals noch romantisch verwilderten Park schlenderten, auf Höhe des Witzlebenplatzes ein Ausflugslokal mit Militärmusik eröffnete und der Kaiser am Königsweg an ihr vorbeigeritten ist, um seine nahegelegene Garnision zu besuchen. Es ist möglich, dass so macher Tennisball von ihr abgeprallt ist, als hier noch Tennisplätze waren. Sie hat von Ferne den Bau des Damms über den Lietzensee miterlebt. Jetzt fuhren plötzlich viele Autos in Richtung Westend und der Saum des Grunewaldes zog sich in immer weitere Ferne zurück.
Zille hat mit seiner Familie wahrscheinlich hier schon einmal ein Picknick abgehalten – während dieser mit seiner Kamera die bekannten Fotos vom Rummel auf einer Nachbarwiese machte.
Mit Spannung verfolgte sie im Winter von hier den Ausgang der Berliner Eishockey-Meisterschaften auf dem zugefrorenen See. In dieser Zeit wurde auch der Funkturm gebaut und etwas später vollendete der Gartenbaudirektor Erwin Barth den Lietzenseepark in seiner jetztigen Form. Zunächst stellte er ein kleines Gartenhaus zu seinen Füßen, bevor es dann schon wening später zum Parkwächterhaus erweitert wurde.
Nur Glück, dass Du nicht gefällt wurdest, denn an dieser Stelle sollten eigentlich prachtvolle Mietshäuser mit Vorgärten bis zum Seeufer entstehen.
Aber der erste Weltkrieg kam dazwischen und nun wurde im neuen Park ein Gefallenendenkmal des Königin-Elisabeth-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 errichtet.
Während Du die kurze Zeit der Weimarer Republik erlebtest, konntest Du zusehen, wie am Haus Milch- und Mineralwasser ausgeschnekt wurde und auf der großen Wiese vor Dir die Menschen Sport trieben. Dann wehte plötzlich eine Hakenkreuzfahne unter dem kleinen Fenster am Dach. Schon wieder war Krieg, aber dieses Mal schlugen Bomben um Dich herum ein und Du konntest den See unter seiner Tarnung nicht mehr sehen.
Zum Ende des zweiten Weltkrieges stand ihr Stamm inmitten der Frontlinie zwischen Polnischen Einheiten und denen der Deutschen, die beim Rückzug notdürftige Kriegsgräber um sie herum ausgegraben hatten. Sie sah, wie Berlin um sie herum in Schutt lag – und wieder aufgebaut wurde.

In den Nachkriegsjahren kamen neue Baumfreunde hinzu und der Park wurde wieder dichter. Das Lachen der Kinder wuchs an, nachdem die Volks- und Spielwiese sich durch Klettergerüste und Schaukeln zu einem großen Spielplatz mauserte. Derweil beschattete sie nun auch einen eigenen Biergarten direkt vor dem Parkwächterhaus, aus dem schon seit einer ganzen Weile Getränke für die Parkbesucher gereicht wurden. Dieses Mal waren es Bier, Schnaps und Weinschoppen, die an den kleinen schmucken Gartentischen getrunken wurden. Es wurde Skat gespielt und ausgelassen gefeiert.

Vom See winkten ihr manchmal die Padler in den Ruderbooten zu, die am Bootshaus ausgeliehen werden konnten.
In dieser Zeit gin es im Park deutlich ruhiger zu – auch, wenn sich im Sommer nun am Kiosk die Kinder in einer Schlage anstellten, weil es dort Eismuscheln zum Schlecken gab. Dann gab es wieder Mal eine Zeit, in der der See kaum mehr Wasser führte. Man munkelte, dass ein in der Nähe gelandetes Ufo daran schuld sein soll. Später wusstest Du, dass die Baustelle des benachbarten ICCs daran nicht unbeteiligt war.

Dann kam eine Zeit der Freude, in denen Du dabei zuschauen konntest, wie sich Menschen, die sich durch die Deutsche Teilung lange nicht gesehen hatten entlang der Parkwege darüber unterhielten, wie es Ihnen in den letzten 30 Jahren ergangen war. Ohnehin war sie stets und in der ganzen Zeit unser stiller Beobachter.
Sie wurde von Betrunkenden angepinkelt, hat etliche Hundeleinen festgehalten und Fahrrädern festen Stand gegeben. Unzählige Male wurde ihre rissige Borke abgepult und sie wurde als stummer Zeuge mit Ritzereien in ihren Stamm in die ewige Liebe eines Paares einbezogen. Heute sprüht man hin und wieder Farbe auf sie oder macht Zettel an ihr fest. Einmal wurde sie sogar für ein Fest geschmückt – das war schön.

Und dennoch liefert sie uns ganz klaglos und nebenbei seit jeher den Stoff zum Atmen, filtert Staub und Kohlendioxid aus der Luft und beschert und ganz nebenbei einen wohltuhenden Schatten – im Herbst sogar mit bunten Blättern und im Frühjahr ist sie mit Nestern ausgestattet – als Kinderstube der Vögel.

Nun wird sie gespannt und dennoch gelassen dabei zusehen, wie es mit dem seit einer Weile stillgelegten Parkwächterhaus weitergehen wird. Die Gärtner sind letztens erst ausgezogen, der Parkwächter mit seiner Familie schon lange und auch der Kiosk wird auch nicht mehr betrieben. Doch seit einer Weile tut sich ja schenbar wieder etwas. Ein Verein will sich kümmern und es wird wieder lebendiger in ihrer Nachbarschaft. Seit dem hat sie bereits gesehen, wie hier Nachbarschaftsfeste und Weihnachtsmärkte gefeiert wurden, zu Halloween das Haus ganz gruselig angestrahlt wurde und Künstler Ein und Aus gingen. Wie wird es wohl weiter gehen. Es wird sich erzählt, dass im nächsten Jahr hier eine Baustelle entstehen soll, um das haus zu sanieren. Die Ahornblättrige Platane hofft nur darauf, dass sie kein Bagger anfahren wird und nicht allzu viele Laster schwer auf ihren Wurzeln parken. Man hört, dass die Neuen Pächter, da ordentlich aufpassen wollen. Das wollen wir auch hoffen.

Die Neueröffnung wird sie auch noch erleben, sofern wir sie alle gut behandeln und sie nicht allzuoft durst bekommt, wie in den letzten fünf Jahren, in denen ihr doch so maches Mal es etwas zu heiß wurde. Gott sei Dank gibts ja den Steffan, der immer die Wiese um Dich herum feucht hält. Das hilft ein wening, wenns arg zu trocken wird.

Liebe Ahornblättrige Platane mit der Nummer 275 – schön, dass es dich gibt und wir schätzen Dich sehr!
Was wirst Du wohl noch so alles in der Zukunft sehen?
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4 weeks ago

ParkHaus Lietzensee

*Hmmmph…
Was soll man dazu noch sagen?
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1 month ago

ParkHaus Lietzensee

Wer sich fragt…
Heute wird nun auch im Nordteil des Lietzenseeparks mit den Vorbereitungen zur Wasser-Sanierung begonnen. Über diese Rampe soll laut Mitarbeitern der ausführenden Firma demnächst ein Floß in den See gelassen werden.
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