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Pressemitteilung: FEB/2018
LietzenseeHaus
Das Lietzenseehaus – entnommen aus dem Kalender „Charlottenburg, ein Jahr in Bildern”
© Foto von Sebastian Kringel

Wie ein Phoenix aus der Asche

Pressemitteilung, Februar 2018

Das Parkwächterhaus im Lietzenseepark war seit Sommer 2017 mit Russell Radzinski und der Emerson Pop-Up Gallery Schauplatz und Ausstellungsort für zahlreiche internationale Künstler, die hier Ihre Bilder, Skulpturen und Installationen einem interessierten Publikum präsentierten.

Das Parkwächterhaus als „Must See”
Der Lietzenseepark wurde so aktiv in die bunte Künstler- und Galerieszene Berlins eingebunden und manch ein Besucher hat an den schönen Lietzensee gefunden, den er sonst sicherlich nicht auf seiner „Berlin-must-see-Liste“ gehabt hätte.
Die Rückbaumaßnahmen im Haus sind inzwischen allerdings so weit vorangeschritten, dass ein Publikumsverkehr bald nicht mehr möglich ist. Russell Radzinski erregt noch einmal Aufmerksamkeit mit zwei hochkarätigen Künstlern und nimmt so Abschied vom Parkwächterhaus.

Zwei Hochkaräter zum Abschluss
In diesen letzten beiden Ausstellungen lassen sich MikoŁaj PoliŃski und Bente Stokke vom derzeitigen Zustand des Hauses inspirieren und beziehen sich mit Ihren Arbeiten auf die Transformation zwischen Alt und Neu.

Wir danken Russell herzlich für seine Unterstützung
und für den Gastaufenthalt von Emerson Pop-Up im Parkwächterhaus und vertrauen darauf, dass es sich nicht um die letzte gemeinsame Kooperation gehandelt haben wird.

Wir freuen uns darüber,
dass sich das Parkwächterhaus inzwischen als Ort für Kultur und Begegnungen bewährt und bewiesen hat. Wir wünschen uns eine ebenso facettenreiche und lebendige Zukunft für das Parkwächterhaus…
MikoŁaj PoliŃski im Parkwächterhaus

MikoŁaj PoliŃski

„DISPLACEMENT”
Der polnische Konzeptkünstler Mikołaj Poliński schafft formelle Kunst mit mathematischer, akribischer Genauigkeit.

Im Parkwächterhaus am Lietzensee umringt den Künstler der Umbruch und die Neugeburt einer Baustelle. Poliński nutzt die Unruhe der Renovierungsmaßnahmen am denkmalgeschützten Fachwerkbau als Gelegenheit, unkonventionell zu arbeiten – frei zu denken. Baumaßnahmen werden mit Kunst integriert, vereint. Der Künstler zeichnet mit Bohrmaschine und kreiert eine neue Umgebung, eine neue Ordnung, die am Rahmen der performativen Geste im Zwiegespräch mit der scheinbar chaotischen Bauarbeit steht.

Dauer der Ausstellung: bis 18. Februar 2018
Vom 9. bis 12. Februar konnten spontane Gäste des Hauses in der Emerson Pop-Up Poliński mit seiner Bohrmaschine und anderem Werkzeug im Einsatz beobachten und dabei zusehen, wie der Künstler „den Raum” bearbeitete.
Am Freitag findet ein Empfang statt, bei dem der Künstler anwesend sein wird und dabei nochmals letzte Detailarbeiten an seiner Installation vornehmen wird.
Es entpuppen sich Überraschungen und das Schaffen der Kunst wird lebendig und unmittelbar zu erleben sein.

Öffnungszeiten:
Empfang: Freitag 16:00 – 18:00 Uhr
Samstag / Sonntag 14:00 – 18:00 Uhr
Montag / Dienstag 16:00 – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung
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Bente Stokke

„Asche zum Parkwächterhaus”
Alles hat ein Ende. So verabschiedet sich Emerson Pop-Up vom denkmalgeschützten Parkwächterhaus im Lietzenseepark. Im Hinblick auf diese außerordentlichen Umstände baut die renommierte norwegische Künstlerin Bente Stokke eine neue ortsbezogene Installation auf.
Eine besser geeignete Künstlerin für diese Berliner Kunstbegebenheit ist nicht vorstellbar.

Bente Stokke arbeitet in diesem Falle mit Berliner Asche. Die Asche ist der verbrannte Rest unseres Alltages, des Abfalls ... Abfall vom Abfall. Es ist das was nicht mehr ist. Mit Asche ruft sie größere Skulpturen und Installationen ins Leben. Die Arbeiten können auf vielen Ebenen wirken. Wie die Kunst die Zerstörung und Neugeburt architektonischer Restauration widerspiegelt, liegt auf der Hand. Viel mehr wirkt die Kunst auf der sinnlichen Ebene. Wenn die Künstlerin Schicht für Schicht mit Asche auf Wände und Fenster streicht, entwickelt sich ein Austausch zwischen Kunst und Alltag, zwischen was war und was kommt.

Dauer der Ausstellung: 19. Feb. -04. März 2018
Vom 19. - 23. Februar laden Emerson Pop-Up und der ParkHaus Lietzensee e.V. die Öffentlichkeit ein, die Zwischenphasen dieser Kunstintervention zu verfolgen. Wer das Haus im Park mehrmals aufmerksam besucht, erlebt die wandelnde Wirkung der fortgetriebenen Kunstaktion.

Öffnungszeiten:
Samstag / Sonntag 14:00 – 18:00 Uhr
Montag / Dienstag / Freitag 16:00 – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung
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So könnte das Parkwächterhaus einmal im Originalzustand ausgesehen haben.
Bildrechte: Landesdenkmalamt – Bildbearbeitung/Koloration: Carsten Knobloch

Wie ein Phönix aus der Asche

Wenn die letzten Aschekrümel im Haus weggefegt sind, werden wir die Zeit nutzen, um den Rückbau im Haus immens voranzubringen.
Ein wichtiger Teil der Sanierungsvorbereitungen sind unter anderem die bereits im vorigen Jahr begonnen restauratorischen Untersuchungen zum Gebäude. Hier konnten vor allem interessante Erkenntnisse zur Materialität und der Außenfarbigkeit gewonnen werden.

So haben wir entdeckt, dass die enorm gute Wärmedämmung des Hauses wohl eine Torfdämmung ist. Diese scheint soweit gut erhalten und kann wahrscheinlich erhalten bleiben.
Die freigelegten Wände zeigen, dass das Gebäude ein richtiges kleines Fachwerkhaus ist. Das Erdgeschoss ist gemauert und im Ober- und Dachgeschoß wird unter dem Putz das Holzständerwerk sichtbar.
Sondierungsloch-Torfplatten+Fachwerk
ehemaligerDuschraum-KBF
Auch vom beauftragten Farbgutachter Gunter Preuß liegen die ersten Ergebnisse vor. Wer das Haus aufmerksam betrachtet, kann die Stellen sehen, an denen Herr Preuß die einzelnen Farbschichten freigelegt hat. Ursprünglich hat sich das Haus nicht im heutigen Beige & Elfenbeinweiß präsentiert, sondern wurde mit einer ockergelben Grundfarbe und weißen Fenstern, graublauen Türen und fachwerkartigen Fassadendetails ausgestattet. Ein möglicher Ansatz für die Rekonstruktion der Farbigkeit ist auf der nachkolorierten historischen Aufnahme von 1939 zu sehen. (siehe Abb. oben)
Wir waren zunächst von diesen ersten Farbbefunden sehr überrascht – das hatten wir so nicht erwartet.
Doch wenn man sich andere Gebäude aus dieser Zeit ansieht – vor allem die in den 20er Jahren entstandenen (bunten) Garten-Stadtsiedlungen, dann entdeckt man auch bauhistorisch eine große Verwandtschaft zum Parkwächterhaus. Wir denken, dass sich ein farbig gestaltetes Haus sehr harmonisch in die denkmal-geschützte Grünanlage einfügen wird.
Bevor wir allerdings den Pinsel in die Hand nehmen, werden noch weitere Untersuchungen am Haus durchgeführt, die dann ein noch genaueres Farbbild ergeben werden.
Nun sind wir auf die Reaktionen aus der Nachbarschaft gespannt.”
alteFarbspuren-Fassade-KBF
Mitglied-Portrait-Katrin-Kirschke-Knobloch-small

Beste Grüße und alles Gute!

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr fortwährendes Interesse an unserer Initiative. Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Ideen oder Fragen haben.
Ich würde mich freuen, Sie bei einer der Ausstellungen begrüßen zu können!

Ihre Katrin Kirschke-Knobloch
Mitgliederbeauftragte des Vereins
ParkHaus Lietzensee e.V.
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